Mein erstes eigenes 3D-Objekt mit Tinkercad

Tinkercad ist ein browserbasiertes einfach zu bedienenes 3D-CAD-Programm. Es gibt auch einen freien Account, dann ist jedoch der Speicherplatz auf ein Objekt begrenzt. Bei einem “Personal”-Account können 100 Objekte gespeichert werden und es stehen zusätzlich Importfunktionen zur Verfügung. Dafür werden dann aber $19 pro Monat fällig.

Nach Anmeldung kann man im Editor mit dem Design des Objektes beginnen. Hierfür stehen eine ganze Reihe von geometrischen Formen sowie Buchstaben zur Verfügung. Diese kann man bei Bedarf in ein “Loch” umwandeln und so z.B. einen Hohlraum in einem Würfel erzeugen. Über die Funktion “Align” können die Objekte ausgerichtet werden und über die Funktion “Group” zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Das ganze funktioniert genauso einfach wie z.B. in MSPowerpoint.

Im Sonderheft “Make: 3D Printer Buyer’s Guide” habe ich eine kurze Anleitung für das Design einer Bleistift-Kappe in Form eines Roboterkopfes gefunden. Das möchte ich nun nachbauen.

Schritt 1: Ein Loch

Um das Loch zu erstellen, habe ich den Zylinder ausgewählt, die Dimensionen angepasst (10mm, Höhe: 20mm) und die Funktion “Hole” aktiviert.

Schritt 2: Der Robotorkopf

Der Robotorkopf besteht aus einer Box in den Maßen (BTH) 34mm*24mm*24mm.

Schritt 3: Ausrichten

In diesem Schritt wird das Loch so ausgerichtet, dass es es in der Mitte der Box am Boden befindet. Hierzu beide Objekte markieren und im Menü “Adjust” die Funktion “Align” auswählen. An den Punkten können die Objekte dann wie gewünscht ausgerichtet werden.

Schritt 4: Gruppieren

Nach diesem Schritt (in der Abbildung fehlt noch die horizontale Ausrichtung) müssen die Objekte noch gruppiert werden. Dies erfolgt durch die Funktion “Group”. Bei Drehung der Zeichenfläche wird das Ergebnis sichtbar.

Schritt 5: Den Kopf aushöhlen

Hierzu erstelle ich eine zweite, kleinere Box (BTH: 30/20/14), dieses Mal als “Loch” und richte so aus, das der Innenraum des Kopfes ausgehöhlt wird. Das Ergebnis der Align-Funktion muss ich dabei manuell korrigieren, da sich der Hohlraum nicht unmittelbar mittig ausgerichtet sein soll.

Schritt 6: Der Mund

Der Mund besteht aus einer Box, aus der einzelnen schmale Boxen “ausgeschnitten” werden, so dass sich ein “Gebiss” ergibt.

Nach dem Ausrichten sieht es dann so aus:

Schritt 7: Die Augen

Die Augen bestehen wiederum aus Löchern, die mit Hilfe von Zylindern erstellt werden.Hierzu muss der Zylinder um 90° gedreht werden und in der Höhe angepasst werden.


Jetzt noch so ausrichten, dass sie ca. 2 mm in den Kopf hineinragen und gruppieren. Fertig ist der kleine Robokopf.

Schritt 8: Exportieren

Das Objekt kann nun als STL-File exportiert werden. Die entsprechende Funktion verbirgt sich hinter dem Button “Design” im Menüpunkt “Download for 3D-Printing”.

Schritt 9: In Makerware für den Druck aufbereiten

In Makerware geöffnet, kann das File über den Button “Make it” erstellt werden.

Schritt 10: Endlich drucken…

Nach knapp 60 Minuten bei hoher Druckqualität konnte ich die dringend benötige Bleistiftkappe in  Händen halten… ;-)

Und hier @work: